Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten Bonusprogramme an, mit denen sie gesundheitsbewusstes Verhalten Fördern möchten. In vorliegenden Fall bot eine Krankenkasse ihren Mitgliedern einen Bonus an, wenn diese sich einen Fitnesstracker zur Erfassung der Gesundheitsdaten zulegten. 

Ein Versicherungsnehmer, der sich anstatt eines Fitnesstrackers eine Smartwatch zur Überwachung seiner Gesundheitsdaten zugelegt hatte, klagte gegen die Krankenkasse, nachdem ihm der Bonus mit Hinweis auf die obligatorische Anschaffung eines Fitnesstrackers verweigert wurde. 

Das Sozialgericht Dresden gab dem Kläger recht: Ein Smartphone ist einem Fitnessarmband gleichzusetzen, sofern es – wie im vorliegenden Fall gegeben – nachweislich Gesundheitsdaten wie Schritte, Puls, Kalorienverbrauch und zurückgelegte Distanz erfassen und speichern kann (Sozialgericht Dresden, Az.: S 44 KR 653/17).